A PASSION ATTA

A PASSION ATTA 2
A PASSION ATTA 2

a passion atta stars again ohne schrift.jpg
a passion atta stars again ohne schrift.jpg

a passion atta ohne schrift assoziation2.jpg
a passion atta ohne schrift assoziation2.jpg

A PASSION ATTA 2
A PASSION ATTA 2

1/3

Wann werde ich zu staunen aufhören und zu begreifen beginnen?

Was bin ich? Was ist der Mensch? Was ist die Welt, in der ich lebe?

Galileo Galilei

Was nicht leicht entstellt ist, entgeht der Wahrnehmung; woraus folgt, dass die Unregelmäßigkeit, das heißt das Unerwartete, die Überraschung, das Erstaunen ein wesentlicher und charakteristischer Teil der Schönheit ist.
Charles Baudelaire

A PASSION ATTA macht sich als bespielte Rauminstallation und Pferde Cover Show auf die Spuren seines bekannten Vorbilds und präsentiert uns ungehemmtes Staunen in allen Facetten. Wir setzen einen klaren Ausgangspunkt: den spiralförmigen Helikopterflug eines Ahorn-Samens durch die Herbstsonne, der uns einen langen Moment reglos verharren und starren lässt. Wie finden wir zu wirklichem Staunen zurück? Gibt es den magischen Moment des "zum ersten Mal" und wenn ja, ist es möglich ihn zu rekonstruieren? Oder ist unser Abstumpfen notwendiger Teil unserer Evolution, als Individuum, als Gesellschaft, als biologische Spezies?

Wir begreifen das Staunen als Chance unserem eintönigen Schicksal, unserer dramatischen Geschichte den entscheidenden Impuls zu geben. In einer Mischung aus wissenschaftlichen Modellen, emotionalen Songs und szenischen Bildern entwickeln wir eine neue Auffassung von Verwunderung. Wir führen unsere Zuschauer durch einen bunten Abend, an dessen Ende jeder mindestens einmal gestaunt haben wird. Gemeinsam entwickeln wir Strategien für die kleinen und großen Wunder des Alltags. Grenzenloses Staunen, für alle, über alle.

Wann haben Sie zum letzten Mal über irgendetwas gestaunt? Wann hat eine große Begebenheit, oder eine ganz kleine, Sie dazu gebracht, einfach nur mit leicht geöffnetem Mund da zu stehen und große Augen zu machen? Wann waren sie zuletzt ganz bei sich und haben die Wundersamkeit des gegenwärtigen Moments in sich aufgesaugt?

Wir haben das Staunen verlernt. Es ist auf der Strecke geblieben, irgendwo zwischen dem sich entwickelnden Bewusstsein über die eigene Sterblichkeit und den stetig weniger aufschreckenden Blitzen des permanenten, medialen Konnotations-Gewitters. Wir sind abgehärtet und desillusioniert. Uns schreckt so leicht nichts mehr. Unsere hoch individualisierten Leben scheitern eher am Erwartungsdruck als am Unerwarteten.